Verband Philatelistischer Arbeitgemeinschaften e.V. (VPhA)

Veröffentlichungen des VPhA - Band 6
COLLOQUIUM PHILATELICUM
Schriftenreihe des Verbandes Philatelistischer
Arbeitsgemeinschaften e.V.

Band 6

Teil 1

Die Postgeschichte von Aachen 1943 - 1948
Prof. Wiegand Bruns

Inhaltsverzeichnis

Das Schicksal der Stadt in Deutschlands schwerster Zeit hat mit Notmassnahmen und Provisorien vielfältige Spuren in postgeschichtlichen Belegen hinterlassen, wie sie hier vorgestellt werden.

I. Die Endphase des zweiten Weltkrieges
  • Auswirkungen des Luftkrieges auf den Postverkehr
  • Post an Aachener Behörden nach Evakuierung der Stadt
  • Amerikanische Feldpost im Raum Aachen
II. Wiederaufbau der Postdienste
  • Deutsche Behördenpost vor Eröffnung des zivilen Postdienstes
  • Eröffnung des zivilen Postdienstes im Stadtgebiet zum 19.3.1945
  • Freigabe des Postverkehrs in der britischen Besatzungszone zum 2.7.1945
  • Freigabe des Auslands-Postverkehrs erst ab 1.4.1946
  • „Überroller": Postaufgabe Vor- und Zustellung nach Kriegsende
  • Die ersten Nachkriegs-Sonderstempel
III. Notmassnahmen infolge Briefmarkenmangel
  • Barfrankierungen
  • Teilweise Barfrankierungen
  • Ganzsachen, lokale Notmassnahmen
  • Ganzsachen, Not- und Behelfsausgaben der britischen Zone
  • Private Notmassnahmen
IV. Stempelprovisorien
  • Aachener Notstempel zum 19.3.1945
  • Notstempel im Raum Aachen
  • Wiederverwendete Vorkriegsstempel
  • „Leihstempel" fremder Postanstalten
  • Aptierte Freistempel
V. Einschreibprovisorien
  • Blanko-R-Zettel der Vorkriegstype
  • Not-R-Stempel
  • Einschreiben mit fremdverwendeten R-Zetteln
  • Örtliche Provisorien mit Rotstift und Stempel
Vl. Sonstige zeitbedingte Besonderheiten
  • Alliierte Postzensur - Unkenntlichmachung von NS-Symbolen
  • Britische Feldpost aus Aachen
  • Kriegsgefangenenpost aus und nach Aachen
  • Polizei-Kurierpost
VII. Währungsreform zum 21.6.1948
  • Zehnfachfrankaturen vom 21. und 22. Juni
  • Zehnfachfrankaturen auf Einschreiben
  • Zehnfachfrankaturen vom 23. Juni morgens

Teil 2

Einführung

Postgeschichte einmal anders - die Thematische Heimatsammlung!

Ein Exponat der Postgeschichte ist ein Exponat mit Dokumenten oder postalischen Belegen, die von amtlicher oder privater Post befördert oder benutzt worden sind. Diese dokumentieren Beförderungswege und Posttarife, zeigen die Entwicklung einzelner Postdienste an Hand von geeignetem Material.
Dipl.-Ing. Hans-Walter Bosserhoff, langjähriger Vorsitzender der Deutschen Motivsammler­Gemeinschaft und F1P-Juror, hat dankenswerter Weise die Kriterien einer THEMATISCHEN HEI­MATSAMMLUNG zusammengefasst:
Der Begriff „Heimatsammlung" führt zu unterschiedlichen Interpretationen zwischen „Postgeschichtlern " und „Thematikern ", wobei sich folgende Umschreibung ergeben hat.
Heimatbezogene postgeschichtliche Sammlungen befassen sich mit allen postgeschichtlichen Aspekten eines eingeschränkten geographischen Gebietes. Sie bedienen sich der traditionellen Sammelmethode, d. h. der Einordnung nach Erscheinungsdatum, Erscheinungsform usw..
Orts-, Heimat- und gebietskundliche Thematiksammlungen erfassen über die Postgeschichte hinaus die gesamte Natur, Kultur- und politische Geschichte eines geographisch eingegrenzten Gebietes, oder wesentliche Teile davon.
Eine Orts-, Heimat- oder regionalkundliche Thematiksammlung kann postgeschichtliche Details enthalten; der Teilumfang sollte aber den Rahmen der übrigen Wirtschaft nicht sprengen.

1. Ortskundliche Thematiksammlungen umfassen nach Wahl des Sammlers
   - eine Stadt-, einen Ort, eine Gemeinde oder einen Kreis
2. Heimatgeschichtliche Thematiksammlungen umfassen
   -

die Zusammenfassung zweier oder mehrerer solcher Gebiete, entweder aus sachlichen Gründen (z.B. die zwei gegenüberliegenden Orte an einem großen Strom wie Mainz und Wiesbaden), um gemeinsame geschichtliche oder wirtschaftliche Trends herauszuarbeiten, oder aus persönlichen Gründen (familiäre Aspekte).

3. Regionalkundliche Thematiksammlungen umfassen
   -

größere Gebiete wie Kreis, Bezirk Provinz bis Landesgröße und darüber.

In der nachfolgend beschriebenen Thematischen Heimatsammlung

„Nürnbergs Aufstieg zur größten Reichsstadt Deutschlands 1050 - 1530"

von Michael Winkler, Bad Essen, die auf nationalen Ausstellungen höchste Bewertungen erhalten hat, wird eine ideale Verbindung von Philatelie und Heimat dargestellt.

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